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:: Die Seen
Klare Wasser spiegeln, herrlich umgeben von Parks, üppige Gärten und Bergketten von denen aus man sieben Seen, die Poebene und die italienischen so wie die schweizerischen Alpen bestaunen kann wieder. So präsentieren sich der Lago Maggiore und der Lago di Mergozzo. Der Lago Maggiore bezaubert auf den ersten Blick mit den wunderschönen Inseln, die gemeinsam mit den historischen Schlössern von Cannero und dem Inselchen San Giovanni Battista (wo Arturo Toscanini zeitweilig lebte) einen prachtvollen Archipel bilden: die Isola Bella, Sitz des Schlosses der Borromäer (1670); die Isola Pescatori (Fischerinsel) mit ihren malerischen Gassen und Gäßchen; die Isola Madre, mit ihrem berühmten botanischen Garten, reich an seltenen Pflanzen und frei lebenden Tieren.

Lago Maggiore
Als Schauplatz wichtiger Ereignisse, von der Zeit der Feudalherrschaft über die Renaissance bis hin zum Kampf gegen die Österreicher, wurde das Gebiet der beiden Seen für vier Jahrhunderte von großen italienischen Familien beherrscht, zuerst von den Visconti und später von den Borromäern, die hier Literaten, Maler und Architekten um sich versammelten, und so einen Reichtum an kulturellen Gütern und Kunstschätzen hinterließen: die Schlösser der Borromäischen Inseln, die Statue des Hl. Karl in Arona und das Schloß des Massino Visconti, um nur einige Beispiele zu nennen. Lang ist die Liste der Künstler und Persönlichkeiten, die diese Gegend besuchten: von Stendhal bis Hemingway, von Leonardo da Vinci bis Fogazzaro, von der Königin Victoria bis zum König von Saudi-Arabien. Heute ist das Gebiet begehrtes Reiseziel für Tourismus jeder Art: für Künstler, die neue Anregungen suchen, Familien auf einem verlängertenWochenendausflug, Kongresse und Tagungen undPilger,diedieWallfahrtsstätten besuchen. Es fehlen nicht die Sportler, die hier her kommen,um die Möglichkeiten wahrzunehmen, die das saubere Wasser für alle Wassersportarten bietet. Die Begeisterten des Trecking und des Klettersports in jeder Höhe, werden angelockt von den Bergen sowie vom Valgrande der ausgedehntesten "Wilderness" Europas. Nicht zuletzt Golf! Es wird seinen Anhängern hier die einzigartige Möglichkeit geboten, in einer Woche auf 8 verschiedenen Plätzen zu spielen (alle sind in weniger als einer Stunde Autofahrt zu erreichen). Dank seines besonders milden Klimas, wird die Gegend des Lago Maggiore "der Garten Europas" genannt, wegen seines großen Reichtums an Blumen- und Pflanzenarten aus aller Welt, die hier ihre natürliche Umgebung gefunden haben. Große Anziehungskraft üben dieinternationalenVeranstaltungen aus, die hier stattfinden: das Lago Maggiore Jazz Festival, die Musikwochen in Stresa, der Umzug der Blumenwagen, die Ruder- und Bootsregatten, um nur einige Beispiele zu nennen.

Isola Bella


Die untere Insel (Isola Inferiore) wurde "Bella" zu Ehren von Isabella d' Adda genannt, der Frau Carls III. Borromäus, dem der Beginn der Arbeiten (1632) zur Umgestaltung der Insel und der Bau des monumentalen Barockschlosses zu verdanken ist. Fortgeführt wurden die Arbeiten von seinem Sohn Vitaliano VI. Borromäus. Das Gebäude beherbergt unschät -zbare Kunstwerke: Wandtep -piche, Möbel und Bilder, mit denen die unzähligen Räume und reich geschmückten Säle möbliert sind.

Isola Pescatori

Die obere Insel (L'Isola Superiore) genannt Pescatori (Fischerinsel) erhält ihren Namen von der Tätigkeit, die die Einwohner seit altersher ausüben. Sie zeigt noch heute ein eindrucksvolles Wirrwarr von malerischen, bezaubernden Gäßchen mit ihren typischen weißen Häusern, belebt durch bunte Läden.

Isola Madre

Die Isola Madre, früher auch Isola Renata genannt, ist die größte der drei Inseln. Auf ihr befindet sich ein üppiger Garten im englischen Stil, reich an botanischen Schätzen, unter ihnen viele exotische Arten, in deren Mitte sich ein Palazzo aus dem XVI. Jahrh. erhebt.

Isola Bella

Isola Pescatori
Isola Madre
 

 
San Carlo statue
Als wichtiges Touristen-und Handelszentrum, istdie Gemeinde Arona die größte am südlichen Seeufer. Sie ist die Heimat des Hl. Karl Borromäus. Ihm wurde hier eine der größten Statuen Europas (Höhe 35 m.) gewidmet, die aus handgeschmiedeten Kupferplatten auf einem Hügel hinter der Stadt errichtet ist.Arona kann sich einiger historischer Kunstwerke rühmen: die Kirche der Hl. Märtyrer Graziani e Felino, die Stiftskirche Santa Maria Nascente (Mariageburt) und die Kirche Santa Maria di Loreto, die auf dem ältesten Platz der Stadt, der Piazza del Popolo (des Volkes) steht, wo es auch das historische Gemeindehaus (Broletto) und die Überreste eines antiken Tores zu sehen gibt. Auch in der Altstadt befindet sich die Villa Ponti, 1760 von einem reichen Kaufmann, flämischer Abstammung erbaut, der hier am Ende des Ägyptenfeldzuges Napoleon I. beherbergte.

Piazza del Popolo

Arona
Dokumenten vor dem Jahr Tausend unter dem Namen Strixia (kleiner Strich Erde) auf. Im XV. Jahrh. wird das Fischerdorf zum Lehn der Familie Visconti und geht später an die Familie Borromäus über. Sein Ruf als Ferienstadt geht aus den Erzählungen berühmter Reisender hervor, die Stresa seit dem 19. Jahrh. als eine Etappe ihrer Gand Tour wählten. Unter den Vielen: Stendhal, Charles Dickens und Lord Byron. Ernest Hemingway siedelte in Stresa einige Kapitel seines bekannten Romans "In einem anderen Land" an. Stresa besi- tzt außerdem eine herrliche Uferpromenade, an der die großartigen im Jugendstil erbauten Hotels, umgeben von Parks und Gärten, liegen.
Verbania ist 1939 aus dem Zusammenschluß der bereits bestehenden Gemeinden Intra und Pallanza entstanden. Letztere, römischen Ursprungs, eingebettet in eine wunderschöne landschaftliche Lage, ist reich an touristischen Sehenswürdigkeiten: Elegante Wohnsitze mit herrlichen Gärten und ein erstklassiges Museums Vermögen mit zahlreichen Zeugnis -sen sakraler Kunst. Intra ist eines der größten Handelszentren des Sees. Das Schutzdach des alten Landun- gsstges, ein schönes Beispiel der Ingenieurbaukunst des XIX. Jahrhunderts, erinnert schon seit Anfang des letzten Jahrhunerts an die Wichtigkeit als See-Hafen.

La Chiesa S. Bernardo
Wie man schon dem Namen entnehmen kann, genießt die Gemeinde Cannero ein außergewöhnlich mildes Mikroklima mit "Mittelmee- rtemperaturen", die hier eine für diese Höhe ungewöhnliche Vegetation gedeihen lassen. In den Gärten wachsen üppige Zedern, Zitronen und Oliven, die einen besonderen Kontrast bilden zu den Rebenhängen und Kastanienwäldern, die die steilen Berghänge im Hinterlandbedecken. Dank des gesunden Klimas, war Cannero schon in der Antike von Menschen besiedelt. Im XVI. Jahrh. war das Gebiet der Gemeinde Streitobjekt zwischen den Familien Sforza und Visconti bis zur völligen Zerstörung 1524. Auch die drei kleinen Inseln, die auf die Altstadt blicken, hatten Teil an der bewegten Geschichte des Ortes. Von den sogenannten Malpagaschlössern aus, erbaut zwischen dem XII. und dem XIV. Jahrh., bedrohte die gibellinische Familie der Mazzarditi die Bevölkerung der Umge -bung mit Brandschatzen und Raubzügen. Im Jahr 1414 zerstörte der Graf Filippo Maria Visconti die Schlösser, um den Raubzügen ein Ende zu setzen. An ihrer Stelle ließ die Familie Borromäus im XVI. Jahrh. die Burg "Vitaliana" errichten, um den See vor Überfällen aus der Schweiz zu schützen. Die charakteristischen Ruinen sind ein großer Anziehungspunkt für Besucher. Bis zum 19. Jahrh. wählten viele Cannero als Ferienort, unter den berühmtesten sind zu nennen: die Königin von England, Winston Churchill und Massimo d'Azeglio, der hier eine Villa erbauen ließ, in der er sein Werk "I miei ricordi" (Meine Erinnerungen) niederschrieb. Die Bewohner des Orte haben zu seiner Erinnerung eine Inschrift angebracht, die man heute auf der Straße, die nach Oggebbio führt, sehen kann.

Cannero
Einst mit dem Namen Mure -gocium gegründet, zeigt sich das Dorf mit den typischen eng beieinander stehenden Häusern aus dem Gestein des Ossola -gebietes, getrennt durch die steil ansteigenden Straßen, die nicht selten als Treppen enden. Malerische Gäßchen führen zur Mitte des Dorfplatzes, wo eine sehr alte Ulme wächst, zu deren Füßen schon im XVII. Jahrh. die Magistrate der Ortes saßen. In dieses altertümliche Ortsbild fügen sich religiöse Bauten ein, die noch aus der romanischen Zeit erhalten sind: die Kapelle der Hl. Marta, wahrscheinlich im IX. Jahrh. gegründet, wurde um das Jahr 1130 erneuert und im 18. Jahrh. zum Teil umgebaut; weiter die Kirchen dell' Assunta und die der Hl. Maria im Ortsteil Bracchio. Interessant ist ein Besuch im Antiquarium, ein Gebäude mit Bogengängen aus dem XVII. Jahrh., wo Beispiele für die seit alters her ansässige Arbeit der Steinmetze aus den hier gewonnen Gesteinsarten, Marmor und Granit gesammelt sind, sowie eine archäologische Funde der verschiedenen Orte am Mergozzo See. Ursprünglich eine Bucht des Lago Maggiore, ist dieser kleine See heute einer der saubersten in Italien. Seit Jahren sind hier Motorboote jeglicher Art verboten und daher ist er für die Möglichkei- ten bekannt, die er den Anhängern der anderen Wassersportarten bietet. Ein Ausflug, der ganz sicher etwas künstlerisch Interessan- tes bietet, führt in das nahe Dorf des Montorfano, das sich wahrscheinlich der besterhaltensten romanischen Kirche der Gegend rühmen kann. Geweiht dem Hl. Johannes dem Täufer (Giovanni Battista), wurde sie aus dem Granit erbaut, der am nahen Monte Orfano (Waise) gewonnen wird; so genannt wegen seiner vereinzelten Lage in der Nähe des Lago di Mergozzo. Neben der Kirche haben Ausgrabungen Spuren einer Kultstätte aus dem V.-VI. Jahrh. zu Tage gebracht.

Lago di Mergozzo
"Orta, dasAquarell Gottes, erscheint wie ein Gemiìlde, das aufseide-ne, Grund gemalt ist, mit seinem Heiligen Berg im Rùcken, seiner edlen Rambla und seitlichen Paltìsten. Sein stiller Dorfplatz, mit den demù-tig hinter dem Laub der Rosskastanienbiiume halbversteckten Fassa-den, blickt auf die der schwebenden dantischen Fegfeuerszene gleichende Insel San Giulio, die zògernd zwischen Wasser und Him-mel erscheint". So preist der Schriftsteller der Seen, Piero Chiara, das Schweigen Ortas und seines Sees, ein bescheidenes Schweigen, in wel-ches die Ortsbewohner ihre antiken Legenden eingewebt haben.

Lago d'Orta