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Als Schauplatz wichtiger Ereignisse,
von der Zeit der Feudalherrschaft über die Renaissance
bis hin zum Kampf gegen die Österreicher, wurde das
Gebiet der beiden Seen für vier Jahrhunderte von großen
italienischen Familien beherrscht, zuerst von den Visconti
und später von den Borromäern, die hier Literaten,
Maler und Architekten um sich versammelten, und so einen
Reichtum an kulturellen Gütern und Kunstschätzen
hinterließen: die Schlösser der Borromäischen
Inseln, die Statue des Hl. Karl in Arona und das Schloß
des Massino Visconti, um nur einige Beispiele zu nennen.
Lang ist die Liste der Künstler und Persönlichkeiten,
die diese Gegend besuchten: von Stendhal bis Hemingway,
von Leonardo da Vinci bis Fogazzaro, von der Königin
Victoria bis zum König von Saudi-Arabien. Heute ist
das Gebiet begehrtes Reiseziel für Tourismus jeder
Art: für Künstler, die neue Anregungen suchen,
Familien auf einem verlängertenWochenendausflug, Kongresse
und Tagungen undPilger,diedieWallfahrtsstätten besuchen.
Es fehlen nicht die Sportler, die hier her kommen,um die
Möglichkeiten wahrzunehmen, die das saubere Wasser
für alle Wassersportarten bietet. Die Begeisterten
des Trecking und des Klettersports in jeder Höhe, werden
angelockt von den Bergen sowie vom Valgrande der ausgedehntesten
"Wilderness" Europas. Nicht zuletzt Golf! Es wird
seinen Anhängern hier die einzigartige Möglichkeit
geboten, in einer Woche auf 8 verschiedenen Plätzen
zu spielen (alle sind in weniger als einer Stunde Autofahrt
zu erreichen). Dank seines besonders milden Klimas, wird
die Gegend des Lago Maggiore "der Garten Europas"
genannt, wegen seines großen Reichtums an Blumen-
und Pflanzenarten aus aller Welt, die hier ihre natürliche
Umgebung gefunden haben. Große Anziehungskraft üben
dieinternationalenVeranstaltungen aus, die hier stattfinden:
das Lago Maggiore Jazz Festival, die Musikwochen in Stresa,
der Umzug der Blumenwagen, die Ruder- und Bootsregatten,
um nur einige Beispiele zu nennen.
Die untere Insel (Isola Inferiore) wurde "Bella"
zu Ehren von Isabella d' Adda genannt, der Frau Carls III.
Borromäus, dem der Beginn der Arbeiten (1632) zur Umgestaltung
der Insel und der Bau des monumentalen Barockschlosses zu
verdanken ist. Fortgeführt wurden die Arbeiten von
seinem Sohn Vitaliano VI. Borromäus. Das Gebäude
beherbergt unschät -zbare Kunstwerke: Wandtep -piche,
Möbel und Bilder, mit denen die unzähligen Räume
und reich geschmückten Säle möbliert sind.
Die obere Insel (L'Isola Superiore) genannt Pescatori (Fischerinsel)
erhält ihren Namen von der Tätigkeit, die die
Einwohner seit altersher ausüben. Sie zeigt noch heute
ein eindrucksvolles Wirrwarr von malerischen, bezaubernden
Gäßchen mit ihren typischen weißen Häusern,
belebt durch bunte Läden.
Die Isola Madre, früher auch Isola Renata genannt,
ist die größte der drei Inseln. Auf ihr befindet
sich ein üppiger Garten im englischen Stil, reich an
botanischen Schätzen, unter ihnen viele exotische Arten,
in deren Mitte sich ein Palazzo aus dem XVI. Jahrh. erhebt.
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